Die momentane Zeit; die Eltern und die Kinder – wir!

Ihr lieben Weggefährten,

gerade erlebe ich es immer wieder, Menschen die zu mir kommen, die ich treffe in meinem Freundeskreis oder in meiner Praxis:

„ Es ist alles gerade so kräfteraubend. Ich müsste Bankbelege sortieren, Fenster putzen, ein Gruppenmeeting vorbereiten, mich besser auf die Visite und auf meine Patienten vorbereiten!“

Es geht nicht. Wir sind gerade, bis auf wenige Zeit-Ausnahmen mit einem enormen Energiehype versehen, stumm, still und unbeweglich.

Ihr Lieben. Habt ein wenig Geduld. Es wird gerade soviel in unsere Körper heruntergeladen. Habt ihr schon mal versucht während ihr ein Update auf Eurem Computer runtergeladen habt, weiter zu arbeiten oder zu surfen? Es ist langsamer, nicht war? Und genau das geschieht gerade mit uns, in unserem Körper. Er wird alles langsamer. Unser Geist ist davon nur peripher betroffen.

Dazu kommt, dass plötzlich alle Gefühle – die wir schon dachten eliminiert und aufgelöst hätten- noch mal kommen. Und zwar mit einer Heftigkeit, die erstaunlich ist.

Das schöne Elternthema:

„Verloren, unerwünscht, ungeliebt, lästig, eine Plage, ständig im Wege und anstrengend.“

Da können wir noch so alt sein, es holt einen ein, dass man meint, den Boden unter den Füssen zu verlieren.

Ist das nicht irre komisch? Wie oft haben wir in den letzten 20 Jahren unsere Kindheit geheilt, den Eltern und Geschwistern vergeben und den Lehrern verziehen.

Aber es kommt gerade aus unseren letzten noch ungereinigten Zellzwischenräumen. Die letzten Staubkörner sozusagen.

Was kann ich tun? Da hat man Streit mit dem Vater und ist auf absolute Gerechtigkeit und Verletztheit gebürstet. Ein Einlenken meiner Seits, hat MIR wieder Frieden gebracht- ohne ihn. Obwohl es menschlich nicht nachvollziehbar ist, ja ich habe eingelenkt und mich entschuldigt. Das hat er erwartet, mein Vater. Er hat in seinem Denken ja nix falsches gemacht. Er kann nicht reflektieren oder sehen, wie er sich mir gegenüber verhält. Das ist auch das Alter. So habe ich es mir erklärt.

Dann kommt der 2. Schritt: Vergeben und segnen. Denn im Grunde, hilft es uns. Wenn wir vergeben, heilen wir uns selbst!

Wir sorgen uns um unsere Eltern, denn sie haben sich – so gut sie konnten und es selbst kannten als Kinder – um uns gesorgt. Wir haben Verbesserungen vorzuschlagen. Alles wird abgeschlagen. Ja, es ist wie ein persönlicher Angriff. Aber das ist es nicht. Lassen wir doch unsere Eltern ihr Leben weiterleben. Sie werden es uns kund tun, wenn sie Hilfe benötigen.      (Bin mir da zwar auch nicht sicher). Aber wir können ihnen vermitteln, dass wir da sind und leben. Mehr können wir nicht tun.

Ausser vergeben und segnen. Das hilft immer.

Und ansonsten? „ Tief einatmen durch die Nase und durch den Mund wieder aus“!

In Liebe und Verbundenheit

Eure Gabriela